Angst- und Zwangsstörungen

Angst- und Zwangsstörungen verändern die Lebensgestaltung, beeinträchtigen das Lebensgefühl und haben oft Auswirkungen auf die persönlichen, familiären und sozialen Kontakte.

Sie sind mit dieser Störung nicht allein – allein Deutschland leiden zw. 2 – 10 Prozent der Bevölkerung an einer Angst- oder Zwangsstörung.

Menschen, die unter Ängsten und Zwängen leiden, wissen es zum Teil gar nicht oder schämen sich, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ängste und Zwänge können verschiedene Ursachen und Hintergründe haben:

  • negative Erlebnisse und negativer Stress
  • peinliche Situationen
  • Mobbing
  • erhöhtes erbliches Risiko
  • ein unangenehmes Erlebnis (z.B. eine nicht gewünschte Berührung), die mit Angst oder Anspannung gekoppelt ist
  • Medikamenteneinnahme usw.

 

Sie fühlen sich angesprochen? Dann lesen Sie mehr zu Behandlung von Ängsten und Zwängen!

Behandlung

Bei der Behandlung von Angststörungen und Zwangsstörungen zeigen unterschiedliche  Methoden, wie die Verhaltens- und Psychotherapie, der Einsatz von Psychopharmaka, Selbsthilfegruppen usw. vielversprechende Ergebnisse.

Dennoch sprechen manche Betroffene nicht oder nur unzureichend auf diese Therapieformen an oder die Einnahme von Psychopharmaka sind mit Nebenwirkungen verbunden.

Daher ist es wichtig, weitere Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene zu suchen.

Ein alternativer Behandlungsansatz bei Ängsten und Zwängen ist das Neurofeedback-Training.

Betroffene stehen unter enormem Druck und Stress, sind stark gereizt, wirken empfindlich und reagieren ungewollt aggressiv auf eine Lebens- und Alltagssituation. Das Neurofeedback-Training führt zu einer deutlichen Verbesserung Ihres Erlebens der Angst- und Zwangssituation, stärkt die Selbstwirksamkeit und funktioniert durch Ihre aktive Mithilfe.

Mehr zum Thema Neurofeedback und Angst- und Zwangsstörungen finden Sie unter dem Menüpunkt: vivum – Neurofeedback

Coaching und Hilfe für Angehörige

Angehörige können Sie sich in meiner Praxis beraten lassen.

Die Angehörigenberatung ist ein wichtiger Baustein bei der Behandlung von Betroffenen.

Hier werden Hintergründe erläutert, die es im Zusammenhang mit den Diagnosen Angst und Zwang zu erkennen und zu beachten gilt.

Wer das Innenleben von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit dieser Diagnose verstehen lernt, wird deren Verhalten nicht mehr als Sammlung von Defiziten begreifen, sondern als Ausdrucksform einer erlebten Welt.

Ziel ist es, Sie als Angehörige(r) im Umgang anzuleiten,

  • die Qualität des Zusammenlebens zu verbessern,
  • die notwendige Liebe und Bereitschaft wieder zu erlangen,
  • die eigentlichen Bedürfnisse zu erkennen,
  • das Verhalten nicht als Problem, sondern als Lösung wahrzunehmen,
  • in Ihren Gefühlen ernst genommen zu werden,
  • das Interesse an den Gesichtspunkten des Anderen zu finden,
  • Erwartungen in Wünsche umzuformulieren und zu lernen, „DU-Botschaften“ in „ICH-Botschaften auszudrücken!

Merkmale, die auf eine Angst- und Zwangsstörung hinweisen können, sind:

  • Sprachstörungen (z. B. Stottern) bei der Konversation mit anderen Menschen
  • Körperliche Erscheinungen wie Erröten, Zittern, Übelkeit, Atemnot oder Harndrang
  • Geringes Selbstbewusstsein, Unterlegenheitsgefühle
  • Ausgeprägtes Vermeidungsverhalten gegenüber anderen Menschen und Situationen, evtl. gleichzeitig starkes Klammern an die Eltern oder einen Elternteil
  • Angst vor Fremden
  • Ablehnung sozialer Verantwortung
  • Angst vor der Trennung von den Bezugspersonen
  • nachlassende Neugierde
  • Regression (Verlernen erworbener Fähigkeiten wie Sprache oder Sauberkeit)
  • Angst vor bestimmten Situationen (Gang unter Menschen, in die Schule etc.)
  • Einnässen und Einkoten
  • selbst gewählte Isolation
  • Angst vor der Dunkelheit bzw. vor der Nacht
  • Passivität oder Hyperaktivität
  • selbstverletzendes Verhalten
  • Haare raufen oder Haare ausreißen
  • zwanghafte Verhaltensweisen
  • Schulversagen
  • Leistungsversagen
  • Angst vor realen Tieren oder imaginierten Monstern
  • Schlafstörungen